Donnerstag, 5. Oktober 2017

Direkte Rede Einführung und Wiederholung


Jedes Jahr gehe ich das Thema wörtliche Rede ein wenig anders an. So war heuer mein Zugang:

1. Tag - direkte Rede mit dem Begleitsatz vorne / WIE sagt das Kind den Satz?



Ich habe jedem Kind zwei Kopien mit Sprechblasen auf den Tisch gelegt, einmal zeigt die Sprechblase nach links, einmal nach rechts. Und dann habe ich mich so vor die Tafel gestellt. OHNE etwas zu sagen habe ich ihnen erst den Satz "Schreibe in jede Zeile ein Sprechblase" gezeigt und dann "Bitte verwende einen Filzstift." Die ersten Kinder haben die Stifte ergriffen, wie ihr euch denken könnt sind aber auch etliche Fragen auf mich herabgeprasselt. Ich bin standhaft bei den Sätzen geblieben, manchmal habe ich zur Bewantwortung der Frage einen Finger auf ein bestimmtes Wort gelegt.



Danach haben wir die jene Sprechblasen die nach links zeigen zur Hand genommen.
  • Ein Kind kommt heraus (mit eindeutigem Ausrufsatz) und liest seinen Satz vor. Das Thaterstück beginnt... Ich gebe mich nicht mit halbherzigen Ausrufen, Aussagen oder Fragen zufrieden. Der Satz muss laut sein, oder traurig oder... ihr ahnt schon worauf ich hinausmöchte: sagen soll leicht durch ein anderes Wort ersetzbar sein.
  • Wir überlegen WIE das Kind den Satz eben gesagt hat. Um zu spannenden Redewörtern zu kommen verwenden wir das Schächtelchen sprechen der Wortschatzkommode. Ich lese etliche Vorschläge vor, wir sprechen den Satz des Kindes auf verschiedene Arten und stellen fest welche Sprechmelodie zum Inhalt passt.
  • Wir befestigen den Namen des Kindes an der Tafel, ein Wort für sprechen das dem Tonfall gerecht wird und die Sprechblase.
  • Nun füge ich mit roter Kreide alle Satzzeichen ein und ziehe mit rotem Filzstift das Satzzeichen des Kindes nach.
Das nächste Kind kommt dran und das nächste... das dauert! Aber es schleift sich mit der Zeit ein was mir wichtig ist.


2. Tag - direkte Rede mit dem Begleitsatz hinten - Vorstellung der Plakate

Ich zeige den Kindern die fünf Plakate und wie ich die Wörter gruppiert habe. Dann nehmen wir die Sprechblase die nach rechts zeigt zur Hand.
Wir wiederholen das Spielchen von gestern: Kind kommt raus und liest den Satz, wir suchen ein passendes Redewort, sprech die Sätze total übertrieben, heften alles an der Tafel fest,...




Eines ist nur ganz wichtig! Holt alle Kinder mit Rufzeichen und Fragenziechen zuerst heraus. Keine Punkt-Sätze!!!

Wenn alle Fragezeichen- und Rufzeichen-Sprechblasen durch sind, könnt ihr die Frage stellen: Na, ist die direkte Rede jetzt noch schwer? Nein, werden euch die Schüler sagen - ist ja alles total logisch!

Na und dann könnt ihr sie beruhigen. Wie so oft im Deutschen - nichts ohne Ausnahme!!!
Jetzt kommen also die Punkt-Spechblasen. Schön theatralisch lasse ich die Punkte-Kinder ihren Punkt durchsteichen. Man darf ihn nicht machen. So weit so unlogisch... je mehr Geheul wir hier veranstalten, desto eher merken sie sich diese Tatsache.

3. Tag - abschreiben
Die 3. Klasse schreibt die Sätze mit dem vorangestellten Begleitsatz ab, darf aber auch gerne welche der schweren Variante nehmen.
Die 4. Klasse beschäftigt sich mit der Begleitsatz-hinten-Variante. Schließlich wissen die ja schon viel über die direkten Rede.

4. Tag - Faltheft sagen

5. Tag - Übungsblatt

6. Tag - Überblick

7. ... es reicht! Jetzt mal Pause und in zwei, drei Wochen wieder aufgreifen.

Kommentare:

  1. GENIAL!!!
    Deine Idee und Umsetzung ist mal wieder GROßARTIG!
    Liebe Grüße,
    Mala

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  2. Das klingt ja mal klasse. Ich hab jetzt bei der ILeA 5 (Individuelle Lernstandsanalyse in Brandenburg) gemerkt, dass meine Schleichen die Zeichen nicht korrekt setzen können. Nun werd ich das so nochmal versuchen. Lieben Dank für die Idee.

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  3. Das hört sich super an. Und verspricht viel Spaß ;-) Lieben Gruß Elli

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  4. Super, das verwende ich gleich in der nächsten Woche. Vielen lieben Dank für die tollen Ideen und das gute Material!

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  5. Spitzenmaessig! Ich fuehre es hier am Donnerstag ein)))
    Vieeeeeelen Dank!

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